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Deutsch-russische Germanistik. Ergebnisse, Perspektiven und Desiderate der Zusammenarbeit

09Hrsg. von Dirk Kemper und Iris Bäcker

Onlinepublikation

Die deutsch-russischen Wissenschaftsbeziehungen sind historisch in einer Weise fundiert, die bis heute ihre Wirkungsmacht bewahrt hat. Als Peter der Große in Russland nicht nur ein Fenster nach Europa öffnete, sondern seinem Land eine Modernisierungsrevolution von oben nach westeuropäischen Mustern auferlegte, waren es auch und vor allem Deutsche, die er ins Land holte, um das Bildungsund Wissenschaftssystem der europäischen Neuzeit zu importieren. Deutsche waren es, die ganz wesentlich an der Konzeption und ab 1724 am Aufbau der Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg beteiligt waren, das deutsche Universitätssystem stand Pate, als 1755 in Moskau die erste Universität unter anderem durch den in Marburg ausgebildeten Michail Lomonosov gegründet wurde.

Mag es auch in der Geschichtswissenschaft umstritten sein, ob der Anteil der Deutschen am Aufbau des Wissenschafts- und Bildungssystems so extraordinär war, wie es in der Überlieferung oft behauptet wird, in jedem Fall ist diese Frage im kollektiven historischen Gedächtnis zugunsten der Deutschen fest entschieden...

Deutsch-russische Germanistik

I. Zur Gründung des Thomas Mann-Lehrstuhls

II. Beiträge zur Literaturwissenschaft

III. Beiträge zur Sprachwissenschaft

IV. Deutsch als Fremdsprache

V. Zum DAAD-Programm „Germanistische Institutspartnerschaften“