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Ästhetische Moderne in Europa. Grundzüge und Problemzusammenhänge seit der Romantik

34Silvio Vietta, Dirk Kemper

Die ästhetische Moderne in Europa wird in diesem Band als eine von der deutschen Frühromantik ausgehende, den ganzen europäischen Raum umfassende und bis in die Gegenwart reichende Epoche definiert.

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Angeschoben durch politisch-soziale Entwicklungen wie die Französische Revolution, Industrialisierung und Wirtschaftsdynamik, Verdichtung der öffentlichen Kommunikation verändert sich um 1800 radikal das Zeitbewußtsein: Hier beginnt die Moderne als gegenwartsbezogene, zukunftsoffene Epoche. Der Ästhetik der Moderne sind deren Ambivalenzen eingeschrieben: Neues, durch die Aufklärung vorbereitetes Freiheitsbewußtsein und Pathographie, Experiment und Dissonanz, Autonomie und eine die Probleme der sozialen Moderne spiegelnde Bewußtseinskrise.

 

Inhaltsverzeichnis

Daneben lotet der Band die neuen experimentellen Erfahrungsspielräume der modernen Ästhetik aus: die Ästhetik des Häßlichen, die Karikatur als Vorschule der Moderne, neue Formen ästhetischer Privatreligionen, ästhetische Selbstfindung und Selbsterfahrung sowie das Sonderproblem von Nationalsozialismus und Ästhetik. Die ästhetische Moderne in Europa erscheint in diesem, auch nationale Sonderwege der Literatur, bildenden Kunst und Musik berücksichtigenden Band als eine spezifisch moderne Aufklärung über die Moderne sowie als kritische Begleitstimme zur sozialen Moderne in den letzten zweihundert Jahren.